Vortrag und Lesung

Termin:
28.09.2019
Beginn:
16:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Schloss Corvey, Höxter
Veranstalter:
Via Nova Corvey gGmbH
Info-Telefon:
05231-570150
Buchung:
Buchung über diese Webseite

Das dritte Wochenende des Kunstfestes Via Nova 2019 im UNESCO-Weltkulturerbe Schloss Corvey beginnt am 28. September mit einem Vortrag im Sommersaal des Schlosses. Um 18 Uhr wird das Programm mt einer Lesung im Refektorium des Schlosses fortgesetzt.
(Einzel- und Tagestickets können Sie direkt hier buchen. Wegen Tickets für ein oder mehrere Veranstaltungswochenende/n schreiben Sie uns bitte eine Mail an vianova@corvey.de)

 

16.00 Vortrag Sommersaal Bernhard Maier — Die Ordnung des Himmels

18.00 Lesung Refektorium Sibylle Lewitscharoff und Najem Wali — Abraham trifft Ibrahˆım

WENN ES STEINE HAGELT . . .
Heilige Bezirke, Bäume, Felsen und Quellen waren Gegenstand der Verehrung der Bewohner Sachsens und auch Islands. Könige und Missionare gaben sich alle Mühe, sie zu zerstören. Wettermacher, Zauberer, Wahrsager, Traumdeuter, die Unwetter und Katastrophen vorherdeuteten, wurden nun als Diener des Teufels und Verbrecher verfolgt und gejagt. Der Tübinger Professor für Europäische Religionsgeschichte Bernhard Maier hat ein wegweisendes Buch ‹Die Ordnung des Himmels›, eine Globalgeschichte der Religionen, verfaßt. Er spricht über die Problematik von Religionswandel und Religionswechsel und über die Christianisierung der Sachsen im Spannungsfeld zwischen heidnisch-germanischer und frühmittelalterlicher christlicher Weltsicht.

. . . UND EINE GÖTTLICHE MAUS ERSCHEINT
Eine hochdramatische Szene: Der Vater beugt sich über den wehrlosen Jungen, das Messer blitzt in seiner Hand – da befiehlt ihm im letzten Moment ein Engel, statt des eigenen Sohnes einen Widder zu opfern. Die biblische Geschichte von Abraham und Isaak ist bekannt. Dass sie dem Philosophen Kierkegaard eine schlaflose Nacht am Berliner Gendarmenmarkt bescherte, in deren Verlauf ihm eine göttliche Maus erschien, um Fragen der Barmherzigkeit zu erörtern – das weiß nur Sibylle Lewitscharoff. Was wiederum der Koran aus diesem Stoff macht, wie er Isaak auf einen der hinteren Ränge verweist und dafür Abrahams Erstgeborenen Ismail hervorhebt, davon erzählt Najem Wali. Die sprachmächtige Religionswissenschaftlerin Sibylle Lewitscharoff und Najem Wali, irakisch-deutscher Schriftsteller, spielen sich die Bälle zu. Sie: Christin. Er: Muslim. Gibt es Gemeinsamkeiten? Ja – und welche Unterschiede?

BIOGRAFIEN
Sibylle Lewitscharoff, 1954 in Stuttgart geboren, studierte Religionswissenschaften in Berlin. Für ihr Werk mit zehn Romanen, Hörspielen und Essays erhielt sie einige der renommiertesten Auszeichnungen Deutschlands: u.a. den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Preis der Leipziger Buchmesse sowie den Georg-Büchner-Preis. Zuletzt erschien ‹Das Pfingstwunder›.
Bernhard Maier, Jahrgang 1963, ist Professor für Allgemeine Religionswissenschaft und Europäische Religionsgeschichte an der Universität Tübingen. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Geschichte, Kultur und Religion der Germanen und der Kelten.
Najem Wali, 1956 in Basra / Irak geboren, flüchtete 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak- Kriegs nach Deutschland. Er war Korrespondent der arabischen Tageszeitung ‹Al Hayat› und schreibt u. a. für die ‹Süddeutsche Zeitung›, ‹Spiegel› und ‹Die Zeit›. Er veröffentlichte 10 Romane und Erzählungen, zuletzt ‹Saras Stunde›, und wurde mit dem Bruno-Kreisky- Preis ausgezeichnet.


Wir bieten besondere Kulturereignisse hautnah:

Sie sind dabei, wenn Künstler der Nordwestdeutschen Philharmonie und anderer Ensembles in stilvoller Umgebung musizieren.

Sie treffen bei unseren Veranstaltungen Menschen mit ausgeprägtem Interesse an exquisiten Konzerten und anregenden Begegnungen in Ostwestfalen-Lippe.

Wann lernen wir Sie persönlich kennen?