Jenkins: Stabat Mater + Vasks: Pater noster

Termin:
19.11.2017
Beginn:
19:00 Uhr
Veranstaltungsort:
Kath. Pfarrkirche St. Michael Brakel
Veranstalter:
Madrigalchor Brakel
Info-Telefon:
05272/9923 (Vorverkaufsstelle Buchhandlung Schröder)
Buchung:
Telefonische Buchung

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Am Sonntag, den 19. November 2017 um 19.00 Uhr wird in kath. Pfarrkirche St. Michael in Brakel das große und gehaltvolle zeitgenössische Chorwerk „Stabat Mater“ des englischen Komponisten Karl Jenkins (geboren 1944) aufgeführt. Zu Beginn erklingt das Pater noster von Pēteris Vask.

Das Stabat mater (nach dem Gedichtanfang Stabat mater dolorosa, lat. für ‚Es stand die Mutter schmerzerfüllt‘) ist ein mittelalterliches Gedicht, das die Mutter Jesu in ihrem Schmerz um den gekreuzigten Jesus als zentralen Inhalt hat. Hier kommen traditionelle Stilmittel der Klassik und auch ein weltumspannendes Musik-Vokabular von ethnischen Klängen verschiedener Kulturkreise zum Ausdruck. Der Komponist vertonte in seinem 2008 erschienenen Werk den klassischen Text aus dem 12. Jahrhundert und fügte Texte aus dem Gilgamesh und Persien hinzu. Das tonale Werk bewegt sich zwischen klassischen Klängen und ethnischen Gesängen in Hebräisch, Griechisch, Lateinisch, Arabisch und Aramäisch, die die Sprachvielfalt zur Zeit der Kreuzigung Jesu wiedergeben. Bereits im Jahr 2010 sang der Madrigalchor das klangvolle „Requiem“ von Karl Jenkins in Brakel, das die Zuhörer begeistert aufnahmen und dem Chor ausgezeichnete Kritiken bescherte. Der Madrigalchor Brakel singt zum Eingang das „Pater noster“ von Pēteris Vasks à cappella. Dieser lettische Komponist, geboren 1946 gehört zu den bekanntesten Komponisten aus dem Baltikum. Schon zu Sowjetzeiten wollte er durch seine Musik dem Volk eine Stimme verleihen, zumal er selbst auch wegen seiner religiösen Überzeugungen den Schikanen der sowjetischen Behörden ausgesetzt war. Das Vasks’ Religiosität tiefe Wurzeln hat, ist den Stücken anzumerken: Schlicht ist die Tonsprache, frei von dissonanten Ausbrüchen. Die Inhalte drücken eine melancholische Inbrunst aus, der auch romantische Untertöne nicht fremd sind. Das „Pater noster“ („Vater unser“) ist ein musikalisches Gebet, das, mit den Worten des Pfarrersohnes aus Riga, "in unserer allgemeinen Weltverlorenheit um Führung bittet". Seine Lebensgeschichte ist beispielhaft für viele Künstlerschicksale. Er erinnert sich an seine Jugend: „Ich brauchte meine Musik zum Überleben. Komponieren war ein geistiger Kampf gegen ein idiotisches System. Ich war frei nur in der Musik.“ Hans-Martin Fröhling wird den Madrigalchor Brakel und das Kammerorchester Opus 7 aus Hannover dirigieren. Als Solistinnen wurden Lea Martensmeier aus Detmold als Sopranistin und Agnes Erkens aus Köln, eine Spezialistin für ethnische Gesänge, verpflichtet. Die an der Hochschule für Musik in Detmold ausgebildete Sopranistin Lea Martensmeier ist Preisträgerin des Podiums junger Gesangssolisten NRW und hat an mehreren CD-Produktionen mitgewirkt. Ihr Schwerpunkt liegt im Konzertfach. Außerdem war Lea Martensmeier in Werken wie dem „Requiem“ von W.A. Mozart, dem „Elias“ von F. Mendelssohn-Bartholdy oder dem „Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach als Solistin zu hören. Als Mitglied im Chamber Choir of Europe gibt sie international. Sie ist Stimmbildnerin bei der Dommusik am Hohen Dom zu Paderborn und beim Madrigalchor Brakel, betreut als Chorleiterin verschiedene Kinder- und Erwachsenenchöre zudem Referentin für Kinderchorleitung. Agnes Erkens` besonderes Interesse gilt der geistlichen Musik, insbesondere der alten Musik, dem ethnischen Gesang der Weltmusik. Mit ihrem weit gespannten Repertoire aus den abendländischen Kulturen zeigt sie die historische Dimension des kulturellen Erbes und Austausches rund um das Mittelmeer durch die Jahrhunderte auf. Im Jahr 2006 wurde Agnes Erkens für den 1. Preis der Weltmusik nominiert und für ihr musikalisch, kultur- und religionsverbindendes Wirken mehrfach ausgezeichnet.


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