Alte Musik an „starkem Ort“

,,Starke Orte – Erlesene Klänge – Oasen der Stille“: Dieser Dreiklang, den sich das Netzwerk Klosterlandschaft OWL auf die Fahnen geschrieben hat, soll jetzt auch in Detmold Raum finden. Und dieser hat eine feste Adresse: St.-Bonifatius-Kapelle, Wallgraben 8.

Seit einem guten Jahr gestaltet Irmgard-Maria Tutschek dort regelmäßig Konzerte, in denen bevorzugt Alte Musik erklingt. „Alte Musik, die jung geblieben ist, die lebendig ist – das ist mein Herzensanliegen“, sagt die Musikerin. Und mit ihrem Angebot in der St.-Bonifatius-Kappelle traf sie offenbar ein Bedürfnis der Detmolder. 

„Wir hatten jedes Mal um die 70 Zuhörer in diesem wunderschön klingenden Raum“, erzählt Irmgard-Maria Tutschek. Mithilfe einer ganzen Reihe Kooperationspartner, die sie gewonnen hat, kann sie das Programm für die kommende Saison nun noch abwechslungsreicher gestalten. 
Da ist zum Beispiel das Netzwerk Klosterlandschaft OWL, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, „starke Orte zum Klingen zu bringen“. „Wir wollen Verbindungen im Bereich Kunst und Kultur, die über die vergangenen Jahrhunderte in der Region ihre Spuren hinterlassen, hörbar und erlebbar machen“, sagt Hans Hermann Jansen. Dazu setzt das Netzwerk auch auf existierende Veranstaltungen und Reihen wie eben Irmgard-Maria Tutscheks „Raum – Zeit – Alte Musik“ und lenkt den öffentlichen Fokus auf die Orte, die bespielt werden. 
„Ein Kloster gibt es in Detmold nicht mehr“, sagt Jansen. Dennoch gebe es natürlich eine Klostergeschichte – „die kleine Kapelle am Wallgraben ist Keimzelle für ein Thema, das über viele hundert Jahre die Menschen und die Stadtlandschaft geprägt haben“. 
Apropos Keimzelle: Das haben die „Macher“ auch aufs Programm übertragen. „Wir wollen es nicht überfrachten“, sagt Jansen – vielmehr sollen die sieben Konzerte, die donnerstags ab 19 Uhr stattfinden und etwa eine Stunde dauern, Raum für Begegnung und auch zur Entdeckung von Spiritualität bieten. Das erste Konzert gestalten am 14. April Wolf-Eckart Dietrich (Cembalo) und Susanne Klein (Viola da Gamba). Der Titel: „Bach an Bach“. 
Am 30. Juni unternimmt die Reihe einen Ausflug in die Landesbibliothek. Dort wird Bibliotheksdirektor Detlev Hellfaier seinen Zuhörern Einblicke in die Geschichte des Detmolder Augustiner-Kanonessen-Klosters Marienanger geben. 
Altitalienische „Versuchungen“ der musikalischen Art finden sich in der Reihe, die von der Philharmonischen Gesellschaft OWL und von der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold unterstützt wird, ebenso wie eine musikalisch-literarische Reise in englische Landschaften. Ein Adventskonzert am 1. Dezember erklingt mehrfach, einmal – Stichwort Begegnung – im St.-Bonifatius-Institut auf dem Kupferberg.
Barbara Luetgebrune, Lippische Landes-Zeitung vom 02-04-2011


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