Musikalischer Besuch aus Leipzig

Termin:
05.12.2019
Beginn:
19:30 Uhr
Veranstaltungsort:
Konzerthaus Detmold an der Neustadt
Veranstalter:
Detmolder Kammerorchester
Info-Telefon:
05231-977-328
Buchung:
Telefonische Buchung

Der Buchungszeitraum ist vorüber.

Er ist Konzertmeister des traditionsreichen Gewandhausorchesters Leipzig, Primarius des legendären Gewandhausquartetts, gefragter Violinsolist und weltweit auf den namhaften Konzertbühnen zu Gast: Frank-Michael Erben. Nun tauscht er seinen Geigenbogen gegen den Taktstock und tritt am 5. Dezember (19.30 Uhr) als Künstlerischer Leiter des Detmolder Kammerorchesters (DKO) auf das Podium des Konzerthauses Detmold. Für das Konzert mit dem jungen Klangkörper hat der gebürtige Leipziger ein „Leipziger Programm“ zusammengestellt: die Orchestersuite Nr. 3 BWV 1068 von Johann Sebastian Bach, Clara Schumanns Klavierkonzert a-Moll und die „Italienische“-Sinfonie von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Solistin ist die Pianistin Ah Ruem Ahn.

 

 

Alle drei Werke des Konzertprogramms sind mit der Stadt Leipzig auf unterschiedliche Weise eng verbunden. Leipzig war ab 1729 Johann Sebastian Bachs Wirkungsstätte. Er übernahm dort nicht nur das Amt des Thomaskantors, sondern auch die Leitung des 1702 von Telemann gegründeten Collegium musicum. Im Rahmen der Konzertreihe des Studentenorchesters stand 1730/1731 die Orchestersuite Nr. 3 auf dem Programm. Typisch für die Orchestersuiten jener Zeit besteht auch diese aus einer Aneinanderreihung mehrerer Tanzsätze, eröffnet durch eine Ouvertüre. Insgesamt umfasst die Sammlung vier Orchestersuiten, jede besticht dabei durch ihren eigenen Charakter. Die Nr. 3 ist neben dem Streicherapparat mit drei Trompeten, zwei Oboen und Pauke besetzt, die der Suite besonderen Glanz verleihen. Nicht zuletzt ihr zweiter Satz, die Air, zählt wohl insbesondere in der Vorweihnachtszeit zu den beliebtesten langsamen Sätzen der Musikgeschichte.
Das Klavierkonzert a-Moll op. 7 ist das einzige seiner Art aus der Feder der gebürtigen Leipzigerin Clara Schumann. Komponiert von der damals 16jährigen Clara Wieck, die zu dieser Zeit noch nicht mit Robert Schumann verheiratet war, jedoch unterstützt von ihrem Vater eine „Wunderkind“-Karriere als Klaviervirtuosin bestritt. So ist der Klavierpart mit allerlei technischen Schwierigkeiten gespickt – Clara Wieck wollte ihr Publikum bei der Uraufführung 1835 beeindrucken und tat dies als Solistin ihres eigenen Klavierkonzertes, begleitet vom Leipziger Gewandhausorchester unter der Stabführung keines geringeren als Felix Mendelssohn-Bartholdy. Für das Konzert mit dem Detmolder Kammerorchester wird die gebürtige Südkoreanerin, Ah Ruem Ahn, den anspruchsvollen Klavierpart übernehmen. Sie studierte an der Hochschule für Musik in Detmold und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wie mit dem 1. Preis des Internationalen Grieg Klavierwettbewerbs 2016. 2013 debütierte die junge Pianistin in der Carnegie Hall; sie konzertiert als gefragte Solistin in Europa und Übersee, u.a. mit dem Orquesta Sinfonica de Madrid unter Jesus Lopez.
Das Leipziger-Programm des 2. Abonnementkonzertes schließt mit Felix Mendelssohn-Bartholdys 4. Sinfonie, der sogenannten „Italienischen“. Auch sie ist das Werk eines jungen Komponisten: 21jährig reist Mendelssohn 1830 nach Italien. Euphorisiert von den dortigen Eindrücken schreib er noch in Italien seine 4. Sinfonie. Sie sprüht förmlich vor Lebensfreude und riss schon bei ihrer Uraufführung 1833 in London ihre Zuhörer mit ihrem spritzigen, beschwingten Charakter in ihren Bann. Bis heute ist sie eine der beliebtesten Sinfonien im Konzertrepertoire. Nach einem gut sechsmonatigen Aufenthalt in Italien ging die Bildungsreise für den jungen Komponisten weiter über die Schweiz nach Paris. Im Sommer 1835 trat er seinen Posten als Chefdirigent des bereits zu dieser Zeit schon berühmten Gewandhausorchesters in Leipzig an.

 

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